Mit Doppelbild leben lernen
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Mir wurde heute in der Klinik gesagt, ich müßte lernen mit meinem Doppelbild zu leben! 
Welches ich aber nicht kann. Ich hatte meine erste Schiel OP mit 5 Jahren, die zweite mit 21 und die dritte vor 7 Wochen mit 40 Jahren. Alles fing an, als ich vor 1,5 Jahren eine 15 Prismenbrille drei Tage trug. Danach hatte ich ein Doppelbild und es ging nicht wieder weg. Es wurde irgend etwas in meinem Gehirn ausgelöst. Mein sehendes Auge ist das Rechte und die drei OP´s wurden am Linken durchgeführt. Ich habe das Gefühl, das Linke besteht seit 1,5 Jahren darauf mitzuschauen, aber das Gehirn kann es nicht als ein Bild umsetzen. Auf jeden Fall sollte vor 7 Wochen eine OP an beiden Augen druchgeführt werden (diese, bei der die Muskeln mittels Faden am Auge fest genäht werden). Einen halben Tag vorher wurde gesagt, man nimmt doch nur das linke Auge und eine Gleitsichtbrille würde den Rest tun. Leider sehe ich seit der OP deutlicher doppelt, so dass ich kein Auto mehr fahren kann, also auch krank geschrieben bin. Ab jetzt soll ich zu einer Augenärztin wechseln, die eine Orthoptistin in der Praxis hat. Heute wurden mir mal 8 Prismen auf die Brille geklebt, aber das Doppelbild bleibt. Kann ich irgend etwas tun? Angeblich bin ich ein sehr seltener Fall. Das linke Auge zeigte vor der OP ein außen und innen Schielen. Das Außenschielen wurde korrigiert. Kann mir jemand den unterschied zwischen der OP mit Faden und der ohne erklären?
Ganz liebe Grüße an ALLE 
Hallo Melly,
ich habe den Text schon mehrmals gelesen.
Leider sehe ich keinen eindeutigen Ansatz zur Hilfe.
Ob Dir eine Uni-Klinik ala Giesen hilft, muss ich bezeifeln. Leider sind dort weit einfachere Fälle mit DB (aus meiner Sicht) nicht befriedigend gelöst worden. So habe ich u.a. einen Kunden, der über 10 jahre nach Schlaganfall mit DB lebte, versorgt und die DB waren weg. Dieser Kunde war im Vorfeld in mehreren Uni-Kliniken (u.a. Giesen) und bei zig Augenärzten, zuletzt hatten alle abgewunken und ihm bescheinigt, er solle mit den DB leben lernen, man könne ihm nicht helfen.
Der Kunde kam eher zufällig zu mir ins Geschäft mit einer 12 Jahre(!) alten Brille und wollte die Gläser in einen neuen Rahmen geschliffen bekommen.
Auf meine Frage, ob wir nicht erstmal messen sollten, winkte er ab mit dem Kommentar, er sei in verschiedenen Kliniken gewesen und bei ix Augenärzten, bei seinen Augen sei nichts zu machen, denn er habe Doppelbilder!
Ich brauchte viel Überzeugungsarbeit und Zureden, damit der Kunde bereit war, sich auf meinen Prüfstuhl zu setzen.
Immer wieder kam der Satz, ich wolle doch nicht behaupten, mehr zu wissen als alle Augenärzte. Nach 20 min. waren hier die DB weg. Und obwohl der Kunde es sah, wollte er es immer noch nicht glauben.
Noch heute nach über drei Jahren, schüttelt er den Kopf, wenn er mich sieht und sagt mir, das könne er Alles einfach nicht verstehen! - Ich füge hier gerne ein, dass das nicht generell so einfach klappt, wie in dem angesprochenen Fall. Ebenfalls gibt es ca. 1/3 Fälle, in denen man nach Schlaganfällen leider auch nicht helfen kann und in einem weiteren Anteil schafft man nur eine befriedigende bis ausreichende Versorgung. Und keinesfalls weiß ich mehr, als ein Arzt, aber mein Auftrag ist es bestmögliche Brillen anzumessen, natürlich geht es bei diesem Bilderschieben nicht nur um beste Schärfe, sondern auch um möglichst perfekte beidseitige Übereinstimmung der Bildlagen in beiden Augen.
Leider ist ein solch positiver Ablauf in Ihrem Fall erstmal nicht zu erwarten, dass ist die Krux!
- Denn Ihre Augen kommen im Gegensatz von dem Schlaganfall-Geschädigten zuvor nicht von einem angelernten Binokularsehen her, sondern dieses wurde zur Zeit des Schielens immer unterdrückt und gehemmt. Genau dies ist aber durch die Operationen, evtl. zusätzlich durch die damaligen grob angemessen Prismen aufgebrochen worden. Die Folgen sind bekannt.
Sie brauchen eine absolute Koryphäe auf dem Gebiet des Binokularsehens und viel Geduld und Energie. Über einige(?) aufeinander gut abgestimmte Schritte kann versucht werden, diese DB aufzubrechen und zur Fusion zu bringen. Eine Einzelmassnahme wirkt da, leider nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Und bei falscher Vorgehensweise können sich die DB eher verfestigen (s. Zustand n. OP beschrieben). Sollten diese Schritte nicht von Erfolg führen, bleiben nur als Alternativen beide Bilder sehr weit voneinander zu trennen oder ein Auge zu occludieren (abzudecken, mittels undurchsichtiger KL oder Mattglas).
Leider habe ich noch keine bessere Prognose für Sie. Natürlich können Sie ärztlicherseits das eine oder andere probieren. Evtl. schreibt Ihnen hierzu auch AgnesMaria noch einen Beitrag aus ärztl. Sicht.
Update mit kleinen Erläuterungen im Text erstellt
Bei einer Faden-OP versucht man, in der Nähe anders wirkende Muskelkräfte abzufangen. Es wird z.B. genutzt, wenn der Schielwinkel in der Ferne und Nähe unterschiedlich groß, oder (wie beschrieben) entgegen gesetzt ist.
Eine Faden-Op kann nachträglich noch justiert werden, ist also in der Wirkung veränderbar. (Allerdings ist dazu ein erneuter Eingriff notwendig)
Nein, Sie sind kein seltener Fall. Ihre Therapeuten scheinen m. E. etwas ratlos zu sein. Ein Außenschielen operiert man nicht mit einer Myektomie (Faden-OP). Eher den Konvergenzexzeß den Sie scheinbar haben. Dafür spricht auch die therapeutisch erwogene Gleitsichtbrille. Lassen Sie sich doch bitte den Befund und den OP-Bericht geben und stellen Sie den doch mal ins Netz wenn Sie möchten. Dann kann ich Ihnen genauer antworten. Weswegen wurden Ihnen damals 15 Prismendioptrien verordnet? Von wem? Warum nach der OP 8 Prismendioptrien? Warum hat die Orthoptistin so was angeraten und es bringt nichts? Wie gestalten sich die Doppelbilder? In allen Entfernungen gleich? In jede Blickrichtung gleich?
Bei einer Faden-OP wird der Muskel in einer bestimmte Entfernung vom Äquator am Augapfel fixiert. Damit ändert man die Abrollstrecke für den Muskel und verringert so seine Wirkweise durch den veränderten Hebelarm.
Eine andere Art ist eine herkömmliche OP. Hier werden die Muskeln am Ansatz verändert oder in der Länge oder in der Wirkweise (Faltelungen). Das kann man an einem Muskel machen, an mehreren oder nur an einem Auge. Faden-OP's werden fast immer binocular ausgeführt.
Mir wurde die Klinik in Gießen empfohlen. Kennt die jemand? Soll wohl die Größte in Deutschland sein und ich überlege, ob ich irgend wie einen Termin dort bekomme.
Gießen hatte einen guten Ruf als Prof. Kaufmann dort noch Ordinarius war und die "alte" Lehrorthoptistin dort die Lehrlinge ausbildete. Nun sind beide nicht mehr da und was von dort kommt überzeugt mich seit dem persönlich nicht mehr.
Aber jeder sollte seine ganz persönlichen Erkenntnisse sammeln. Vielleicht schaffen die ja doch Ihr Problem zu lösen...?
Für unsere Augenoptiker, Augenoptikermeister und Optometristen!
Sowas passiert dann, wenn man meint, wir haben hier eine FD und dabei ist es ein klassisches Schielen mit Zustand nach Schiel-OP. Das letzte sollte Warnung genug sein!!!
Was ist passiert: Bei einem Schielen steht ein Auge nicht in Ortho-Stellung sondern links, rechts, höher, tiefer etc. Um ein Doppelbild auf Dauer zu unterdrücken wird die Stelle mit der beim normalen Binokularsehen geschaut wird suppremiert. Es entwickelt sich eine anomale Korrespondenz mit verschieden Subtypen oder Korrespondenzlosigkeit. Letzteres ist ja durch Alternans gekennzeichnet und sofort erkennbar. Nun hat der liebe Augenoptiker eine MKH gemacht, unbedart, unwissend und naiv und die Suppressionszone mit Prismen aufgebrochen. Nun haben wir manifeste Doppelbilder als Horror fusionis oder frustrane Fusion. Eins so schlimm wie das andere. Die letzlicht ausgeführte Schiel-OP wird daran nichts ändern. Obwohl der Befund, so wie er da steht auch nicht stimmt. Ich frage mich wirklich ob es irgendwann gelingt Orthoptistinnen ordentlich und gründlich auszubilden. Aber das nur am Rande.
Hier muß man nun pröbeln und eine Netzhautstelle finden. wo keine Korrespondenz herrscht und das Doppelbild wieder unterdrückt wird. Eine nicht leichte Aufgabe. Die Therapeuten scheinen das nicht zu verstehen und versuchen eine dritte Schiel-OP die nur kosmetischen Einfluss hat aber keinen funktionellen! Sie sind ratlos! Da schüttelt man nur den Kopf.
Hier ist die Situation eingetroffen vor der Kerstin Harms und ich in diesem Forum immer warnen. Vorsicht bei Schielern mit MKH und visuellem Sehtraining!!!
Man kann nur hoffen, dass Melly an einen kompetenten Augenarzt kommt und an eine Orthoptistin die ihr Fach beherrscht. Ob in Halle was ist? Ich würde lieber nach Leipzig gehen. Die hatten unter Sachsenweger wenigsten Ahnung vom Schielen und den Begleitumständen.
LG
A.M.
Hallo Melly,
evtl. kann Dir A:M. zu den genannten Fragen noch einen Tipp geben.
Vielleicht hilft es, wenn wir mal abschätzen könnten, wo Du etwa wohnst, betreff eines Ansprechpartners.
Hallo A.M.
es ist schlimm, was sich hier ereignet hat!
Frage an Dich:
War die Brille ala 10 Prismen wirklich ein falscher Schritt? - Oder ist die falsch bestimmte Folgebrille Auslöser der DB, dies würde ich so begreifen? - Dabei hättte dann aber auch eine weitere z.B. prismenlose Brille genauso zu DB führen können! Sehe ich das richtig? - Was sind in Zukunft für Melly >gute< Schritte, wenn jetzt DB beseitigt werden können.
Es stellt sich doch die Frage, was wurde bei der/den späteren Messungen bzw. Korrektionen und auch der OP unbeachtet gelassen? - Wie hätte man handeln müssen, nachdem die Erstkorrektion >PRISMA< so positiv anschlug. Keinesfalls ist die Komponente PRISMA an sich falsch, sondern das verabreichte Ergebnis, egal ob als Brille oder OP.
Die Antwort kann doch nur sein, Einstellbewegungen mit Korrektion müssen unter Vergabe vom Prisma gegen NULL gehen (am Besten Null sein), und die DB am Polakreuz sollten sehr eng begrenzt liegen, wenn sie z.Zt. noch nicht verschwinden wollen. Kontrolle immer für Ferne und Nähe notwendig. Höhenprisma feinstbestimmen. Evtl. Versorgung in Ferne und Nähe über getrennte Brillen, wenn unterschiedliche Korrektion.
Kann man hier ohne Polatest-Kreuz und Hakentest überhaupt feinst genug korrigieren? - Ich habe so meine Bedenken. Zumal gerade die positive Polarisation auch Schwankungen in Exclusionen und Suppresionen erkennen läßt. Dies wäre ja ein zweiter alternativer Ansatz, wenn alle Stricke reißen.
Wie verheerend wirkt es sich aus, wenn ein Arzt die Refraktion (leider üblich) nachlässig bestimmt, und die Orthoptistin nur das Prisma noch dazu gibt? Ist das Bestimmen mittels Prismenleiste (üblich) nicht zu grob? Welcher Augenarzt verfügt über feinsinnig abgestufte Prismen Einzelgläser? - Wie könnte es bei Melly jetzt echt positiv weiter gehen?
Oder sehe ich das Letztere nur über meine Optikerbrille?
Lieber Herr Mosch,
Es ist etwas, was ich öfter habe. Und das ist für die Betreffenden schlimm.
Mit der zehner-Prismendioptrienbrille ging es Melly gut. Mit der Nachfolgebrille kamen die Doppelbilder. Es ist gibt bei manifesten Strabismen auch phore Komponenten. Und ich denke, das war hier der Fall. Solange an der anomalen Korrespondenz nicht "gekratzt " wird, ist sowas für manifeste Schieler verträglich. Und nein, eine veränderte spärisch-zylindrische Korrektion hätte in diesem Fall nicht zu Doppelbildern geführt. Für Melly steht die Beseitigiung der Doppelbilder im Vordergrund. Das sehen Sie doch genauso? Was später wird, ist vom Befund und von eventuell asthenopischen Beschwerden abhängig.
Der Augenoptiker ging von einer Fixationsdisparation aus. Das wäre hier FDII/6. In Wirklichkeit war es ein consekutiver Strabismus divergenz mit assoziiertem Höhenschielen, M. obl. superior-Schwäche beidseits und einem Convergenzexzeß mit Zustand nach Schiel-OP. Der Convergenzexzeß hätte ihn aufrütteln sollen und auch die zwei Schiel-OP's davor. Das bedeutet, das hier nur ein fragiles subnormales Binokularsehen vorhanden ist. Das auf ein "normales" Binokularsehen hinzutrimmen, das sollte man tunlichst vermeiden. Das kann eben alte Korrespondenzzentren, die in frühester Kindheit vorhanden waren, zum Vorschein bringen und zu immerwährenden Doppelbildern führen. Bei manifesten Schielern, die seit Jahren subnormal sehen entsteht jetzt ein "Streit" zwischen den verschiedensten Korrspondenzzentren mit dem bekannten Ergebnis. Die Schiel-OP war in der Hoffnung angestrebt worden, die Doppelbilder "wegzubekommen". Da hätte man aber mal vorher genau schauen sollen.
Und nun wollen Sie von mir hören, das Prismen nicht immer zu so einem Ergebnis führen müssen. Das können sie, sobald man von FD ausgeht und man hübsch die Prismen bei Schielern fleißig gibt und eben nicht weiß, dass das hier nicht immer gut gehen kann. Wenn asthenopische Beschwerden bei Schielern vorhanden sind, sollte man diese beseitigen,. Dazu braucht es nicht immer Prismen.
Nun, ich weiß, bevor ich die MKH mache, was für ein Ausgangsbefund vorhanden ist. Ich gehe also nicht in die Irre. Falls Prismen Besserungen bringen, zum Beispiel bessere Stereopsis, dann kann ich Prismen geben, jedoch im subjektiven Winkel. Ich strebe dann keinen Vollausgleich der Schielstellung an. Ganz nach Prof. Lie.
Ich persönlich finde den Pola-Test als zusätzliches diagnostisches Mittel sehr gut. Mich brauchen Sie nicht belehren. Doch bei meiner Befundung fließen ja noch andere Komponenten mit herein. Und nur nach MKH zu gehen, wäre in meinen Augen falsch. Der Augenoptiker von Melly hätte bei der Erhebung der Anamnese hellhörig werden müssen. Tat er aber nicht mit bekanntem Ergebnis.
Zum letzten Absatz: ich würde es begrüßen wenn Animositäten jeglicher Art hier keinen Platz bekommen, sonst muss ich dem Forum fern bleiben. Dem "Streit" zwischen Augenärzten und Augenoptikern mag ich nicht folgen. Bedauerlicherweise verfüge ich über diffizile Prismengläser in meinem Refraktionskasten. Wie andere Praxen und Kliniken das handhaben, darüber kann ich mir kein Urteil erlauben.
Für Melly wären die Unterdrückung der Doppelbilder das vorherrschende Ziel. Alles andere wird sich finden, falls notwendig.
M.f.G.
A.M.
Liebe Melly,
Die Schiel-OP war wirklich nicht notwendig gewesen. Es war ein Versuch, die Ursache der Doppelbilder anzugehen.
Mit Doppelbildern dürfen Sie kein Auto fahren und sind so auch nicht arbeitsfähig. Im nächsten Posting werde ich Ihnen Ihren Befund, den Sie hier reingestellt haben, erläutern.
Vielelicht können Ihnen die Moderatoren eine Adresse nennen, zu der Sie fahren können. Die Sache ist nicht einfach, aber trotzdem lösbar.
LG
A.M.
Diagnosen: konsekutive Exotropie mit akk. Konvergenzexzess mit Diplopie, Z.n. 2-maliger Vor-OP
Operation am 27.04.2010: LA Rect. ext. Revision Rpücklagerung 2,5 mm / Rect. int. Revision Wiedervorlagerung 3,0 mm in Vollnarkose
Soweit verständlich?
Sehschärfe: rechtes Auge mit eigener Brille 1,0 Zahlen, linkes Auge mit eigener Brille 0,8 Zahlen, beidäugig 1,0 Zahlen,
Ständiges Auswärtsschielen linkes Auge.
Befund vor der OP: alternierender Prismencovertest: beim Blick nach oben, 7 cm/m Auswärtsschielen, nach rechts, Auswärtschielen 7 cm/m und Höherstend rechts von 2 vm/m, geradeaus 7 cm/m Auswärtsschielen und Tieferstand rechts Auge von 2 cm/m, beim Blick nach links 6 cm/m Auswärtsschielen und 2 cm/m Höherstnd rechtes Auge, beim Blick nach unten 7 cm/m Auswärtsschielen und Tieferstand rechtes Auge 3 cm/m.
Cover-Test: Ferne. Auswärtsschielen linkes Auge, Nähe Tieferstand rechtes Auge, unter dem Nahzusatz tritt Auswärtsschielen auf.
Augenbeweglichkeit, beidseits Musculus obliqus superior Schwäche
vordere Augenabschnitte. altersentsprechend reizfrei
Befund nach OP: alternierender Prismencovertest: Blick nach oben Einwärtsschielen von 2 cm/m, Blick nach rechts Höherstand rechts, Geradeaus, Einwärtschielen 2 cm/m und Tieferstand rechts, Blick nach rechts, Höherstand rechtes Auge 2cm/m, Blick nach unten Einwärtsschielen 2 cm/m und Tieferstand rechtes Auge
Nähe Convergenzexzess 9 cm/m Einwärtsschielen und Höherstand rechtes Auge.
Vordere Augenabschnitte. Einblutung linkes Auge, Quellung der Bindehaut, HH kleine Erosionen, Vorderkammer reizfrei, Augenhintergrund in Mydriasis: Papille randscharf, vital im Niveau, Netzhaut liegt an.
Hallo Agnes Maria,
der große Fehler, den der Optiker gemacht hat, ist die Nichteinhaltung der Korrektionsbetsimmungen:
Niemals andere Prismen geben, wenn kein Beschwerdebild vorliegt. Melly hat eindeutig gesagt, dass sie mit 10cm/m keine Probleme hatte.
Gruß
Eberhard
Es ist nicht nur die Einhaltung der Korrektionsbestimmungen, Herr Luckas, sondern der Wunsch nach binocularer "Vollkorrektion". Beim Vorhandensein eines manifesten Strabismus kann man damit eben auch manifeste Doppelbilder "hervorzaubern".
LG
A.M.
Hallo Agnes Maria,
genau so sehe ich das auch.
LG
Eberhard
Hallo, miteinander!
Keinesfalls wollte ich hier Berufsstände gegeneinander ausspielen, das liegt mir fern!
Dazu ist der Schiel- und Korrektions- und Korrekturverlauf von Melly bisher viel zu tragisch verlaufen.
Es ging mir unter anderem darum, Melly aufmerksam zu machen, wo Sie für sich in Zukunft Stolpersteine im Vorfeld selber erkennen lernen muss, und wem Sie hier eher Vertrauen schenken darf.
Leider ist das kaum ein Augenoptiker, da hier zwar die zum Bilderschieben korrekten Werkzeuge vorrätig sind, aber allermeist sich das Vorgehen beim angeborenen Schielen als Fehlanzeige darstellt und in jedem Fall auch eine "Behandlung" rechtlich verboten bleibt. - Es handelt sich nicht um WF! A.M. hat es erklärt.
Aber leider findet sich beim rechtlich zuständigen med. Fachpersonal allermeist wenig Kompetenz im "Bilderschieben" mit hierzu geeignetem möglichst fein abgestuftem Glasbaukasten unter der sinnigen positiven Polarisation. Das ist eine Krux.
Unser Forum zeigt überdeutlich, dass sich hier auf beiden Seiten was ändern muss.
Das es im interdisziplinären kleinem Rahmen klappt, darf nur ein Anfang sein..
Es freut mich von A.M. zu hören, das es auch von Ihrer Seite her für Melly Hoffnung gibt. Darauf sollte zugearbeitet werden.
Hallo, miteinander!
Keinesfalls wollte ich hier Berufsstände gegeneinander ausspielen, das liegt mir fern!
Es freut mich von A.M. zu hören, das es auch von Ihrer Seite her für Melly Hoffnung gibt. Darauf sollte zugearbeitet werden.
Sehr geehrter Herr Mosch,
vieleicht habe ich mich zu sehr zu einem Statement hinreißen lassen. Das war nicht beabsichtigt.
@Melly
Leipzig wäre eine Idee die mir einfällt. Vor 20 Jahren waren die mal richtig gut. Ob das immer noch so ist? Ich weiß es nicht. Eventuell noch Jena. Ansonsten Berlin oder Erfurt.
Warum Sie Doppelbilder sehen liegt an dem Grundleiden welches Sie haben, nämlich das Schielen. Das genau zu erklären ist etwas umständlich. Vielleicht schreibe ich Ihnen in den nächsten Tage was dazu.
A.M.
Liebe Melly,
Eine Gleitsichtbrille wird wegen des Konvergenzexzeßes verordnet, nicht speziell für ein Auge.
Bevor ich mich entscheiden kann, ob Brille +Prisma beidseitig oder Brille und Folie würde ich beim Optiker erst einmal die Refraktion gesteckt in Meßbrille ausprobieren. Wenn noch Doppelbilder da sind lieber die Folie nehmen. Und so. wie Sie das hier schildern glaube ich nicht an einen sofort positiven Erfolg.
Denn: die OP ist nicht Schuld an Ihren Doppelbildern und die OP hat auch therapeutisch nichts gebracht. Den Denkansatz der Orthotistin in Gießen würde ich nicht vertrauen. Die hat immer noch nicht verstanden dass die jetzige Schielstellung überhaupt nicht Schuld an Ihren jetzigen Doppelbildern ist. Und nun ob Prisme vor OP oder nach OP für die Augenstellung vor OP zeigt bedauerlicherweise ganz deutlich das jemand hier nichts, aber auch rein gar nichts verstanden hat. Und damit sind nicht Sie gemeint. So was lernresistentes ist ja himmelschreiend!!!
Es mag sich für Sie alles gut anhören was Gießen so sagt, aber richtiger wird es deshalb nicht. Man muss eine Netzhautstelle finden, die nicht mit der jetzigen Netzhautstelle bzw. der Struktur der Arai striata zusammen korrespondiert zur Unterdrückung der Doppelbilder.
Meine Erfahrung hat sich wieder bestätigt: Gießen ist nicht das was es mal war.
LG
A.M.
Liebe Melly,
Sie schrieben am 15.06.2010 :Mir wurde die Klinik in Gießen empfohlen. Kennt die jemand? Soll wohl die Größte in Deutschland sein und ich überlege, ob ich irgend wie einen Termin dort bekomme.
Meine Antwort darauf am 19.06.2010: Gießen hatte einen guten Ruf als Prof. Kaufmann dort noch Ordinarius war und die "alte" Lehrorthoptistin (Schwerdfeger) dort die Lehrlinge ausbildete. Nun sind beide nicht mehr da und was von dort kommt überzeugt mich seit dem persönlich nicht mehr.
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Zu Ihrem Text das eine Netzhautstelle gefunden werden muss.......... Das verstehe ich nicht so ganz. Wird das mit Prismen herausgefunden? Ich habe den Satz meiner Orthoptistin vorgelesen (vom Zettel, den ich vorher geschrieben hatte), aber sie sagte, dass trifft bei mir nicht zu und den Rest habe ich dann nicht mehr verstanden.
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Klar kann man mit Prismengläsergabe herausfinden wo Doppelbilder unterdrückt werden oder ob eine Korrespondenz vorliegt ob harmonisch oder unharmonisch, oder Korrespondenzlosigkeit. Beim Letzterem würden Sie aber nicht doppelt sehen, Ihre Orthoptistin, so sehe ich das, irrt also.
Wie entsteht subnormales Binokularsehen?
Es gibt verschiedene Arten kindlichem Schielens. Das frühkindliche Schielsyndrom, das normosensorische Spätschielen, Strabismus acutus, Mikrostrabismus, Strabismus alternat day squint, intermittierende Formen, divergentes und convergentes Schielen, verschiedene Arten von Höhenabweichungen, latente Formen etc.ppp.
Wir nehmen hier mal das normosensorische Spätschielen!
Es bestehen zu klein gebaute Augen wegen einer Hypermetropie, von mir aus auch mit einer kleinen Anisometropie. Deswegen muss eben das Kind in der Ferne schon akkommodieren so wie ein 25-jähriger, der in die Nähe sieht. Der Aufwand zum Nahsehen ist noch belastender. Wenn man in die Nähe schaut konvergiert man (unbestimmter Reflex). Diese Arbeit muss eben das weitsichtige Kind schon in der Ferne aufbringen und in der Nähe noch mehr. Das beidäugige Sehen, welches noch nicht so stabil ausgebildet ist,entgleist wegen der beständigen Akkommodation und Konvergenz Ein Auge steht mehr nach innen. Jetzt würde wegen der Augenstellung Doppelbilder auftreten. Das kindliche Gehirn vollzieht einen Anpassungsprozess zur Vermeidung der Doppelbilder und es bildet sich ein neues jedoch unterwertiges Binokularsehen oder Korrespondenzlosigkeit oder manifeste Suppression aus. Das unterwertige Binokularsehen bezeichen wir als subnormales Binokularsehen (Verschaltung des Sehens mit der Fovea centralis des einen Auges mit der Netzhautstelle des jetzt in Schielstellung stehendem Auge. Diese neuen Verschaltungsmechanismen laufen von der Netzhaut über die Sehbahn ins Okzipitalhirn 1:1.
Wenn man später versucht diese Korrspondenz (subnormales BOS) in ein normales durch Gabe von Prismengläsern auszugleichen kann es vorkommen, das die alte "normale" Korrespondenz aktiviert wird. Das Resultat sind ...richtig! Doppelbilder. Deswegen ist es wichtig, wenn man MKH als alleiniges Mittel zur Verfügung hat, zu wissen, ob Strabismus vorliegt oder nicht. Und genau das ist Ihnen ,liebe Melly; passiert. Und wenn Ihre Orthoptistin das nicht weiß oder kennt, hat sie den falschen Beruf ergriffen.
LG
A.M.
Liebe Melly,
Sie sollten auch einen anderen Augenarzt zu Rate ziehen um sicher zu gehen, dass keine Therapieoptionen mehr möglich sind. Ich bezweifle die Aussagen an der UAK in Göttingen diesbezüglich. Fragen Sie am besten die Moderatoren dieses Forums nach Adressen.
Was das Gutachten angeht. Besitzen Sie noch Ihren Führerschein?
Wenn Sie Ihren Führerschein noch haben, weswegen dann ein Gutachten?
Ups, das wird jetzt heikel...
PN ist ab.
Hallo Melly,
ich leide nun schon fast 25 Jahre unter ständigen Doppelbilder und fahre schon 20 Jahre Auto ( unfallfrei ). Die Doppelbilder hatte ich schon als ich den Führerschein gemacht habe. Das habe ich damals natürlich nicht angegeben und es ist beim Sehtest ja nicht feststellbar.
Führer hatte ich auch keine Probleme mit den Doppelbildern erst vor ca 4 Jahren hab ich festgestellt, dass ich beim Fahren etwas unsicher geworden bin. Darauf habe ich mich mal ganz genau informiert da ja jeder etwas anderes sagt, der eine AA meint mit Doppelbildern darf auf keinen Fall Auto gefahren werden, der Andere hat mir gesagt fahren ja aber nicht nachts usw. Laut Aussage des hiesigen Straßenverkehrsamt darf man mit Doppelbildern NICHT Auto fahren.
Aber es gibt eine ganz einfache Lösung: Ein Auge wird abgedeckt und schon sind die Doppelbilder weg!
Einäugig darf man Auto Fahren. Leider kann man dann nicht mehr räumlich sehen, aber das ist alles eine Frage der Gewöhnung. Als ich für mein linkes Auge eine Okklusionslinse bekommen habe ( UniKlinik Göttingen ) wurde mir gesagt, ich solle ca. 1/2 Jahr nicht Auto fahren bis ich mich an das veränderte Sehen gewöhnt habe. Da ich aber noch nie räumlich gesehen habe mußte ich mich nicht umstellen.
Vielleicht hilft dir das weiter.
Liebe Grüße
Alex
Liebe Melly,
Das Gesichtsfeld darf von zentral bis 20 Grad keine Doppelbilder aufweisen.
http://www.augen-hanuschik.de/Fuehrerscheingutachten/Augenarzt-Berlin-Mi...





mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung zur Arbeit zu fahren, mit dem Auto! Aber wass ist, wenn das Gutachen sehr schlecht ausfällt? Meine Pluspunkte wären, dass ich mit den DB schon über 1 Jahr Auto gefahren bin und ich auch weiss, welches das richtige Bild ist, denn das Falsche ist ja nicht so deutlich und nicht immer da, aber meistens. Soll ich so ein Gutachen machen lassen?
Mir wurde die Klinik in Gießen empfohlen. Kennt die jemand? Soll wohl die Größte in Deutschland sein und ich überlege, ob ich irgend wie einen Termin dort bekomme.