Schiel OP
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Hallo,
da bei mir eine Schielop ansteht, bin ich durch Infosuche im Netz auf diese Forum gestoßen und habe mich mal etwas durchgelesen.
Ich habe auf dem rechten Auge Auswärtsschielen und die Höhe der Pupille ist auch nicht ganz korrekt. Also Kombi zwischen Auswärts und Höhenschielen.
Beschwerden habe ich keine, das Schielen wurde im Kindesalter festgestellt, es wurde abgeklebt, Sehschule gemacht und das war es. Eine OP wollte man nicht machen, wieso weiß ich ehrlich gesagt bis heute noch nicht, das war in den 70igern, ich bin jetzt 39.
Zusätzlich habe ich eine Hornhautverkrümmung. Meine Sehstärke ist auf beiden Augen gleich gut, zum Glück. Also dahingehend muss man nichts tun. Das Schielen selber stört mich extrem, da man es schon erheblich sieht. Mein linkes Auge ist das dominante Auge. Doppelbilder waren für mich nie ein Thema.
Ich bin jetzt in der Vorlaufphase für eine OP, habe jetzt Prismenfolie in Stärke 20. Das nimmt mich doch sehr mit muss ich sagen, es ist sehr anstrengend. Aber das scheint ja normal zu sein. Doppelbilder habe ich auch mit der Folie nicht.
Ich soll nach der 20iger Folie nochmal eine stärkere tragen und dann Ende Januar ist die OP angesetzt.
Meine Frage, ich weiß das man das nicht vorhersehen kann, aber ist die Gefahr hinterher Doppelbilder zu entwickeln groß? Hält so eine Korrektur überhaupt langfristig an? Ich lese hier immer wieder von Leuten die einige Male nach operiert werden mussten etc.
Im Moment bin ich nämlich etwas verwirrt ob das auch alles so klappt wie ich mir das vorstelle.
Meine Orhtoptistin ist eigentlich guter Dinge und kommt mir auch kompetent vor, ich denke schon das ich in guten Händen bin.
Entschieden habe ich mich für die Augenklinik-Abteilung der Westpfalzklinik in Kaiserslautern. Hat da jemand vielleicht schon Erfahrung sammeln können?
Problem ist ja auch das ich in einer Stadt wohne die ja nicht gerade mit Fachkräften in diesem Bereich gesegnet ist, dass war gar nicht so leicht jemand zu finden.
Von dem mal abgesehen, muss ich ja auch zu den Messungen kommen, ich selber kann mit Prismenfolie nicht fahren, das tu ich mir nicht an.
Immer jemand belangen ist ja auch nicht so toll.
Grüße Jana
Hallo Jana,
wenn mit der Prismenfolie die Korrektion herbeigeführt wird, die auch der OP-Wirkung entspricht, hast Du nach der OP keine Doppelbilder zu erwarten, wenn auch mit Folie keine vorhanden sind.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
bei Außenschielen ist die Gefahr gering, dass zuviel operiert wird. Meist ist es zu wenig. Wahrscheinlich deshalb testet man auch noch mal vorher eine noch stärkere Folie. Wenn Du damit dann auch keine Probleme hast, hast Du auch durch die OP nichts zu befürchten. Ob wieder ein Außenschielen "nachwächst", kann man nicht vorhersagen. Bei Kindern ist das sehr oft so, weil alles noch wächst, bei Erwachsenen muss halt vorher genau ermittelt werden, wie groß der wirkliche Schielwinkel ist und das geht mittels Prismen - entspricht also dem bei Dir angewandten Vorgehen. Wenn Du unsicher bist, dann bitte doch, den OP-Termin hinauszuschieben und die noch stärkere Folie noch länger zu tragen. Wird aber schwierig mit einer Folie, weil die Sehqualität mit zunehmender Folienstärke nachlässt und das Auge dann schon teilokkludiert wird. Besser wären Prismen verteilt auf beide Brillengläser und diese Korrektion mindestens 6 Monate stabil getragen....
viel Erfolg und viele Grüße
Kerstin
Hallo Jana,
ich wünsche Dir viel Glück mit Deinen Augen in 2010.
Eberhard
Hallo Jana,
wenn Du auf beiden Augen die gleiche Sehstärke hast, dann nehmen auch beide Augen am Sehgeschehen teil! Wahrscheinlich alternierst Du aber, d.h., dass Du mal mit dem einen, mal mit dem anderen Auge siehst. Durch Prismenkorrektion oder auch operative Korrektur kann es möglich sein, dass anschließend beidäugiges Sehen anspringt oder aber es bleibt beim alternierenden Sehen. Wenn Du alternierst, dürftest Du aber kein ausgesprägtes räumliches Sehen haben....
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Jana,
sobald die Hornhaut nach der OP nicht mehr verformt ist, steht einer Lasik nichts im Wege, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
wieso geht man nur davon aus, dass Du nicht sonderlich räumlich sehen kannst? Dafür gibt es eindeutige Tests!!!! Mit denen kann man genau feststellen, wie gut Dein räumliches Sehen ausgebildet wurde. Also ich habe auch nur gaaaanz rudimentäres Binokularsehen, und das auch nur mit Brille. Davon wusste ich 34 Jahre lang nichts. Denn es ist, wie Du sagst: Man kennt nur sein eigenes Sehen und das ist dann eben die normale Welt. Ich habe nur Postkartenblick, sehe also auf die Ferne nicht, welche Bäume im Wald vor den anderen stehen usw. Die Raumwahrnehmung ist etwas anderes - die erlernt man, insofern haben auch Menschen ohne ausgeprägtes räumliches Sehen oder auch ohne räumliches Sehen sehr wohl eine Raumwahrnehmung.
Nach meiner OP hatte ich für ein paar Wochen ein recht gutes räumliches Sehen - das ist dann aber auch wieder verschwunden, weil ich Mikrostrabismus habe und der bleibt einem nun mal "treu", den kann man nicht wegoperieren, weil das anomale Korrespondenzzentrum nervlich fest mit dem Gehirn verschaltet ist. Der Mikroanomaliewinkel stellt sich immer wieder ein. Mit normaler Brillenkorrektion (Pluswerte und Zylinder super auskorrigiert) ist es besser und anstrengunsärmer. Aber auch ich habe alternierendes Sehen und das bleibt, egal wie man prismatisch korrigiert. Es stört mich aber nicht. Meine Augen wechseln sich brav ab, wobei das nicht schielende, rechte Auge, jedoch das dominante ist.
Das mit der Lasik würde ich mir an Deiner Stelle gut überlegen und sehr viel Information einholen. Ich habe im Bekanntenkreis zwei Fälle und die haben sehr viel Geld ausgegeben und die eine davon ist nun, 3 Jahre später, todunglücklich. Man hatte zuviel gemacht und seitdem braucht sie eine recht starke Plusbrille zum Lesen und die Alterssichtigkeit schlägt auch noch zu....wie hoch sind denn Deine Werte?
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Jana,
bei Übersichtigkeit (das hast Du) ist eine Lasik selten auf Dauer erfolgreich. Je nach Lebensalter ist es nicht möglich, die volle Stärke zu operieren, und dadurch rutscht man einige Jahre nach der OP wieder in eine Übersichtigkeit hinein.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
1 Woche ist es meist etwas kratzend, danach wird es deutlich besser. Die Rötung und die Schwellung der Bindehaut ist oft 3-8 Wochen sichtbar. Du siehst, es ist sehr unterschiedlich.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
das ist bei jedem anders - ich hatte überhaupt keine Schwellungen, aber eine leicht rote Stelle und ein trockenes Auge ist mir bis heute geblieben (2 Jahre "danach").
Bitte unternimme noch keine großen "Anstrengungsarbeiten" - dazu gehören auch Lesen und Schreiben am PC und vor allem rolle mit den Augen nicht mit Gewalt hin und her. Es hat schon einen Sinn, dass es noch weh tut. Da wurde an Muskeln geschnippelt und die wollen verheilen. Nach einem Bänderriss mit anschließender OP rennt man ja auch nicht gleich wieder los sonder fängt langsam an 
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Jana,
eies muss Dir noch gesagt worden sein, wenn nicht, solltest Du Dich beim Doc beschweren:
Nach einer Schiel-OP ist die Hornhaut, also die vorderste brechende, optisch wirksame Schicht des Auges verzogen. Die durchgetrennte und anschließend wieder vernähte Bindehaut zieht ihrerseits an der Hornhaut und führt zu einer HH-Verkrümmung, die nach einigen Wochen wieder verschwindet.
Dadurch ist die Sehleistung anfangs eingeschränkt.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
ich denke, Du brauchst einfach etwas Geduld. 2 Wochen nach einer Schiel-OP ist noch alles offen. In etwa 4 Wochen sieht das alles schon bestimmt viel besser aus.
Gruß
Eberhard
Hallo Jana,
wahrscheinlich ist es, wie Eberhard sagt - Du hast nun eine Hornhautverkrümmung wegen des OP-Schnittes. Die geht nicht zwingend zurück! Mit zylindrischer Korrektion ist das aber alles ok. Meine Achse der Hornhautverkrümmung hat sich durch die OP dauerhaft verändert. Durch meine alte Brille sehe ich mit dem operierten Auge alles verschwommen!
Zweite Erklärung könnte sein: Dein operiertes Auge nimmt nun doch vermehrt am Sehgeschehen teil und das führt zu Irritationen.
Warst Du schon zum Augenmessen? Muss nicht ein AA sein, suche einen guten Augenoptikermeister auf, der sich Zeit nimmt und Deine Augen in Ruhe vermisst. Ich war nach der OP auch beim Optiker, dorthin hat mich der Operateur sogar verwiesen.
Viele Grüße
Kerstin
Gerne wären sie auf dem Schielauge auf 40iger Folie gegangen, aber die gäbe es angeblich nicht. Mein Optiker meinte aber das sie die auch im Programm haben.
Gruß Jana
Natürlich gibt es eine 40-iger Folie. Mit zwanzig auf jedem Brillenglas, das ist doch komplett idiotisch. Meine Meinung. Nach einer Schiel-OP kann man ca 6 Monate später eine Lasik ansteuern, wenn die periphern Hornhautareale es zulassen von der Dicke. Man sollte nur professionelle Operateure auf diesem Gebiet ranlassen.
Hallo Jana,
besten Dank für Deinen Kurzbericht, nach OP!






Hallo und danke für eure Beiträge und Wünsche.
Das stimmt mich doch zuversichtlich. Ich laufe jetzt schon ne Weile mit der 20iger Folie rum und habe noch immer keine Doppelbilder, zum Glück. Ich vermute auch das keine kommen werden, das meinte meine Orhtoptistin sowieso schon weil bei mir anscheinend von Geburt an schon kein sehen mit beiden Augen bestand. Das linke Auge war wohl schon immer der "Leithammel" lol
Ich lasse es jetzt mal wie es ist, habe am 04.01. wieder eine Prismen-Kontroll-Messung und bin mal gespannt was die Orhtoptistin sagt.
Grüße Jana