Alleine arbeiten/ üben
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Hallo!
Warum kannst Du denn nicht während der Deiner Arbeitszeit üben?
Eigentlich gehört das ja zur Ausbildung dazu.........
Oder bist Du schon komplett in den Alltag involviert?
LG,A.
Hallo,
das ist ja eine saubere Beschreibung Deiner Tätigkeit, die leider in vielen Betrieben Alltag ist, da niemand Personalüberhang hat.
Trotzdem sollte Zeit zum Üben sein.
Dein Vorschlag, nach Feierabend, Sonntags bzw. in anderer Freizeit darfst Du im Geschäft arbeiten, weil Du volljährig bist.
Hallo nochmal!
Dein Einsatz in allen Ehren!!!
Aber Du weißt auch, dass Du für die Übungszeit vor oder nach Arbeitszeit Überstunden schiebst???
Vielleicht kannst Du ja Deinen Chef mal fragen, ob Du für die Zeit, die Du eher kommst auch eher gehen darfst.
In unserem Betrieb wird das zumindest so gehandhabt, da die Auszubildenden bei uns auch im Arbeitsalltag voll integriert sind und somit kaum Zeit zum Üben bleibt.
LG,A.
Hallo packesel,
Gerade bei der Überbetrieblichen vor Kurzem hat man das an meinen Arbeitsergebnissen und meiner Arbeitsgeschwindigkeit gemerkt.
Man bekommt nach der Teilnahme an einer Überbetrieblichen doch eine Teilnahmebestätigung mit Bewertung, diese Teilnahmebestätigung gibt man beim Ausbilder ab oder die Kammer schickt eine Ausfertigung direkt an den Ausbilder, oder? So war es bei mir.
Wie hat Dein Chef auf Dein Abschneiden an der Überbetrieblichen reagiert?
Die Überbetrieblichen dienen dem Ausgleich der unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten der Ausbildungsbetriebe und die Zwischenprüfung dient der Mitteilung über den Stand der Ausbildung des einzelnen Azubis. Spätenstens hier sollte ein Ausbilder reagieren. So sehe ich das.
Also, was sagte Dein Chef zur kürzlich absolvierten Überbetrieblichen?
donquichote
Hallo,
sag mal, gibt es nicht einen Ansprechpartner für Azubis bei der Handwerkskammer? Die sind für genau solche Nöte da.
Wie oft hat Dein Chef schon ausgebildet? Vielleicht ist es auch für ihn neu, dass ständig jemand fragt. Wenn er überlastet ist mit Deinen Fragen, solltest Du einen zweiten Ansprechpartner bekommen, vielleicht einen versierten Gesellen. Und Du brauchst mehr Zeit, um in der Werkstatt (evtl. mit dem Gesellen) mitzuarbeiten. "Erkämpfe" Dir eine Stunde Werkstatt pro Tag, damit es mit der Praxis besser wird. Dein Chef muss verstehen, dass Du mit dem Eintüten für die sicherlich fürs Geschäft auch wichtige Werbeaktion keine Zwischenprüfung bestehst, weil Post eintüten kein Prüfungsbestandteil ist. Bleib im Gespräch mit Cheffe - freundlich, wie immer. Es muss ja auch in seinem Interesse sein, dass ein Azubi aus seinem Betrieb nicht gerade als Prüfungsletzter geführt wird. So was fällt immer auch aufs Image eines Ausbildungsbetriebes.
Viele Grüße
Kerstin
Hallo packesel, hallo Kerstin Harms,
in aller Kürze, da sich hier bei mir die Arbeit gerade häuft und ich gut einen "Packesel" brauchen könnte ... sorry, schlechter Witz, doch ich war auch mal Azubi ... und Dein Nick lässt tief blicken.
Was Kerstin Harms schreibt sehe ich auch so.
Allerdings habe ich noch einen Gedanken bzw. eine Idee dazu.
Gedanke Wenn Du einen Ansprechpartner bei der Kammer aufsuchst, dann stellt sich die Frage Was willst Du erreichen? Es könnte sein, dass es nicht anders geht, als dass die Kammer Deinen Chef anspricht. Und wie wird dieser reagieren? Wenn Du Glück hast, verbessert sich Deine Situation. Wenn nicht ... ich kenne da einen Fall ... whistle
Idee Als ich meine "Ausbildungs"stelle antrat, wurde mir in Aussicht gestellt, dass ich zwischendurch in einem anderen Ausbildungsbetrieb ausgebildet werde. Hintergrund für diese Vereinbarung war, dass der damalige "Ausbildungs"betrieb "nur" Elektronik machte. Doch sollte auch Feinmechanik Teil des Ausbildungsberufes sein. Und diese Kenntnisse sollte ich mir dann in einem anderen Betrieb holen.
Wäre es eine Möglichkeit, dies in einem eventuell stattfindenden Gespräch mit dem Ansprechpartner der Kammer, anzusprechen? Klar, da braucht es schon viel Glück dazu, aber vielleicht erklärt sich ein anderer Augenoptiker nach entsprechender Nachfrage von seitens der Kammer dazu bereit, Dich für ein paar Tage zu übernehmen, bei welchem Du dann nur die Dir fehlenden Tätigkeiten ausübst.
donquichote
Hallo packesel,
... wie ich mich am besten verhalte ...
Dafür bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. whistle
Ich verfolge Deine Sache, weil ich eben gewisse Erfahrungen habe ... bzw. mische mich ein, wenn ich Gedanken oder Ideen dazu habe.
Eines hast Du mir vorneweg Du hast einen Chef, mit dem Du sprechen kannst, ich hatte den damals nicht.
Noch eine Idee, aber ich habe wirklich keine Ahnung, ob realisierbar, und letztendlich müsstest Du dazu eben den Ansprechpartner der Kammer oder einen Berufsschullehrer zu Rate ziehen Habt Ihr in der Berufsschule Übungsräume in denen praktischer Unterricht stattfindet? (Wir hatten solche Elektroniklabore, Werkstätten ...). Vielleicht gibt es doch die Möglichkeit, ausserhalb des Betriebes ein bisschen zu üben.
Und, auch wenn es Dir kein Trost ist, weil ich denke, dass Du es nicht soweit kommen lassen willst Bei uns hiess es immer (aber das ist schon einige Jahre her, weiss nicht, ob das so noch gilt) Zwischenprüfung ist Zwischenprüfung und nicht Gesellenprüfung. Die Zwischenprüfung dient allen Beteiligten dazu, sich einen Überblick zu verschaffen, wieviel der Azubi gelernt hat.
donquichote
Hallo packesel,
etwas offtopic, soll nur der Erheiterung dienen
Ich weiss, warum ich "meine" Arbeitsflächen mit "meinen" Dingen so zuschütte, dass ich eigentlich kaum mehr darauf arbeiten kann ... da ist schon kein Platz mehr für die Dinge anderer. Ironie off
packesel Du packst das schon, da bin ich mir, auch als Nicht-Augenoptiker, als Nicht-Ausbilder und auf die Ferne gesehen, ziemlich sicher.
Ich drücke Dir zumindest die Daumen und wer weiss, vielleicht hören wir bald mal Positives von Dir! Bleib am Ball!
donquichote
Hallo Packesel,
Du hast doch sicherlich eine Mittagspause, oder?!
Ich gehe jetzt mal davon aus, daß die zwischen 1,5 und 2 Stunden dauert.
Wie wäre es, wenn Du ein paar Stunden pro Woche dem Üben in der Werkstatt opfern würdest.
Es ist zwar absolut nicht der eigentliche Sinn einer Mittagspause, aber bedenke doch...dies ist die einzige Zeit, in der Du ruhig und konzentriert üben kannst.
Abgesehen davon könntest Du dann die meist ewig lange Zeit wirklich sinnvoll nutzen; oder brauchst Du sooo lange zur Nahrungsaufnahme?
LG 
PS. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg...und den Willen erkenne ich bei Dir auf jeden Fall.
Da gebe ich Dir recht, eine Stunde ist dafür ein bißchen zu kurz.
Hast Du schon einmal Deinen Chef nach dem Geschäftsschlüssel gefragt, und ob er es erlauben würde, daß Du z.B. sonntags ein paar Stunden üben darfst?
Es mag sein, daß dieser Vorschlag schon diskutiert wurde; ich habe nicht den ganzen Faden gelesen.
LG 
Hallo Jack, hallo packesel,
super Idee von Jack, das mit der Mittagspause. Auf das so Naheliegende bin ich nicht gekommen.
Vielleicht kannst Du, packesel, irgendwie ein bisschen die Arbeits- und Pausenzeiten schieben bzw. mit Kollegen tauschen, so dass Du eine längere Mittagspause hast. Keine Ahnung, wie das bei Euch aussieht.
Meine Kollegen sind nett, ich mag sie und wir kommen meistens auch ganz gut miteinander aus (mal abgesehen von den hier in den Beiträgen beschriebenen Sachen). Das ist schonmal super !!!
Das ist wirklich super! Halte Dir das gute Auskommen warm!
Wir Azubis hatten damals gut zusammengehalten, vielleicht sogar sehr gut. Die Angestellten hielten sich grösstenteils raus aus der Sache, oder kündigten gar überraschend und mit dem Chef war überhaupt nichts anzufangen, egal wie man es versuchte.
donquichote
Hallo,
das mit dem wöchentlichen Übungsplan ist eine hervorragende Idee - da kannst Du Dir quasi selber ein Wochenziel setzen, weil Du weißt, was Du noch üben musst und möchtest. Und die Vereinbarung,dass Chef über die Werkstücke drüberguckt und gegenzeichnet - ja, super!
Aber bitte nicht ihm einfach den Bogen, der ja eine Art "Vertrag" ist, unter die Nase halten. In die Ecke getrieben darf er sich nicht fühlen!
Suche einen guten Moment für ein gutes Gespräch und erzähle ihm zunächst von dieser Idee. Er wird sie auch für gut befinden, zumal Du ihm auch sagen wirst, dass Du den Bogen selber entwickeln und ausarbeiten würdest, er hätte also gar keine Arbeit damit. Und wenn er dem Ganzen zustimmt, sagst Du ihm gleich, dass Du ihm anderntags ein Konzept eines solchen Bogens vorlegen wirst und vereinbarst gleich eine verbindliche Gesprächszeit mit ihm. Und bitte mach ihm auch das Angebot, den Bogen abzuändern, falls er eine bessere Idee hat. Er ist schließlich Dein Chef 
Viel Erfolg
Kerstin
Hallo Packesel,
mal eine kleine Gegenfrage
Arbeitet Dein Chef in der Werkstatt überhaupt mit?
Falls nicht, wer macht die meiste Arbeit in der Werkstatt?
Wer hat nach Deiner Meinung die meiste Erfahrung, wenn es ums Handwerkliche geht, Dein Chef oder ein "Werkstattgeselle"?
Wie verstehst Du Dich mit den Leuten in der Werkstatt?
Sind die "Handwerker" voll im Streß oder haben die während ihrer Arbeitzeit ab und zu ein paar Minuten Luft?
LG 
Aha, Dein Chef macht also in der Werkstatt schon seit einiger Zeit, vielleicht schon seit Jahren, keinen Finger mehr krumm, oder? Wie kommst Du dann auf die Idee, daß er, im Vergleich zu Eurem reinen Werkstattmeister, die meiste Erfahrung im Handwerklichen hat. Das klingt für mich total unlogisch und kann auch so nicht sein!
Ich an Deiner Stelle würde, wenn es ums Handwerkliche, ums Üben und um die Beurteilung meiner Übungsarbeiten ginge (um das geht es Dir ja schließlich) meinen Chef als "Ausbilder" links liegen lassen und mich nur noch an den Werkstattmeister und an die Gesellin wenden.
Und wenn ich wirklich zur normalen Arbeitszeit keine Zeit zum Üben hätte und gleichzeitig so engagiert wäre wie Du es scheinbar bist, dann würde ich meinen Sonntag nicht auf der Couch oder auf dem Fußballplatz, sondern in der Werkstatt verbringen!
Aber sei Dir dann eines bewußt, Dein Chef wird Dir dies sicherlich nicht danken...)
LG 
Hallo Packesel,
sehe, dass du Mi. nachmittags frei hast, wenn keine Berufsschule. Da solltest du in Zukunft evtl. Deine Werkstattzeiten in Anspruch nehmen, anstatt Sonntags. Bitte darum, dass man Dich dann auch total aus dem Ladengeschäft herauslässt (Du bist ja eigentlich gar nicht da...) damit Du Dich schwierigeren Werkstücken widmen kannst. Und Du hättest auch einen Ansprechpartner, wenn Du ein Problem hast oder Dir etwas nicht so gut gelingen will.
viele grüße
Kerstin
Sorry, wenn ich das so sagen muß...aber an Deiner Stelle würde ich in dem Fall zum Autodidakten werden, mir einiges abschauen bzw. kurz erklären lassen und das beste draus machen...und das eben an meinem freien Nachmittag (so wie Kerstin schon vorschlug) oder mir gleich einen anderen Ausbildungsbetrieb suchen. Die Innung wird Dir dabei sicherlich helfen.
Den Chef (er scheint ja ein richtiger Patriarch zu sein!) zu plagen und bei ihm auf die Azubi-Rechte zu pochen und ihm sogar noch einen "Vertrag" unter die Nase zu halten ist in meinen Augen genau der falsche Weg, gerade bei einem Patriarchen.
Sei Dir sicher, Du stehst als "billiger" Azubi nicht alleine da...es gibt Azubis, die können im 3. Lehrjahr nicht mehr als Putzen. 
Da lobe ich mir doch die Ausbildung in der Industrie...die sorgen wenigstens noch für Nachwuchs, den man auch gleich nach der Lehre "gebrauchen" kann.
LG 
Hallo packesel,
die Sache mit dem "Vertrag" Ich weiss wirklich nicht, ob das gut ist. In Sachen Diplomatie, Psychologie u.ä. am Arbeitsplatz bin ich wirklich nicht der richtige Ansprechpartner. whistle Und letztendlich kann Dir hier niemand sagen, wie Dein Chef darauf reagieren wird. Wir kennen Deinen Chef nicht.
Allerdings wäre ich hier sehr vorsichtig. Es kommt nicht immer gut an, wenn der Azubi dem Chef/Ausbilder sagt, was zu tun ist, unabhängig davon, ob es nötig ist oder nicht.
Aber Für mich klingt dieser "Vertrag" nach Berichtsheft! Führst Du kein Berichtsheft? Oder wenn doch
Wie oft legst Du die neuen Berichte Deinem Chef zur Unterschrift vor? Was muss im Berichtsheft stehen?
Ich bekam einmal pro Jahr einen Schnellhefter mit Vorducken. Auf der Vorderseite waren für 5 oder 6 Arbeitstage jeweils ein paar wenige Zeilen. Das hat gerade gereicht, um in Stichworten einzutragen, mit welcher Tätigkeit man sich wie lange beschäftigt hatte. (Ich erfinde mal einen solchen Eintrag Einbau von Schaltern, LEDs, Digitalanzeige etc. in die Frontplatte eines Gerätegehäuses - 3 Stunden.)
Auf der Rückseite konnte man sich "austoben" Technische Zeichnungen, Erklärungen ...
Sorry, dass ich jetzt das so ausführlich behandle, aber es ist doch genau das, was auch Dein Vertrag beinhalten soll, oder?
Denn ich habe mein Berichtsheft einmal pro Woche zur Unterschrift meinem Chef/Ausbilder vorgelegt. Hier gäbe es dann auch die Möglichkeit, mit dem Chef ein paar Worte zu wechseln.
Und wenn ich es recht in Erinnerung habe, bzw. richtig verstanden habe, soll das Berichtsheft eben auch genau dazu dienen, den Überblick über die Ausbildungsinhalte festzuhalten. Im Falle von Problemen sollte dieses Berichtsheft auch dazu dienen, herauszufinden, wo das Problem liegt, also z.B. ob der Azubi überhaupt die zu erlernenden Tätigkeiten ausreichend lange gemacht hat. (Wehe, der Azubi fällt durch und im Berichtsheft steht immer nur Werkstatt aufgeräumt und Post geöffnet - 8 Stunden.) Eigentlich eine Art Dokument über 3,5 Jahre Ausbildungzeit!
Bei der wöchentlichen Abgabe kann man doch gleich ein paar Minuten mit dem Chef sprechen, oder?
Aber ist es wirklich nötig, wöchentlich zu besprechen? (Vielleicht liege ich hier falsch, denn ich habe einen Beruf erlernt, in welchem man mitunter über Wochen hinweg an der Fertigstellung einer Sache arbeitet.)
Übrigens Ein Chef hat manchmal einfach keine Zeit mehr für das eigentliche Handwerk. Er muss den Laden organisieren, den Betrieb aufrecht erhalten etc.! Daher wäre es auch eine Idee, wie Jack es schon schrieb
Ich an Deiner Stelle würde, wenn es ums Handwerkliche, ums Üben und um die Beurteilung meiner Übungsarbeiten ginge (um das geht es Dir ja schließlich) meinen Chef als "Ausbilder" links liegen lassen und mich nur noch an den Werkstattmeister und an die Gesellin wenden.
Bist Du die/der erste Azubi bei Deinem Chef? Oder gab es schon vor Dir Abzubis? Wenn ja, kennst Du einen? Wie hat sie/er das Ganze für sich geregelt? Hast Du den Vergleich Deines handwerklichen Könnens zu dem anderer Azubis? Bist Du wirklich so weit "hintendran"?
Wie sehen Deine 40 Stunden pro Woche aus? Sind die Berufsschulzeiten in diesen 40 Wochenstunden bereits enthalten oder kommen sie noch dazu? Ich dürfte damals inklusive Berufsschulzeiten knapp 40 Wochenstunden gehabt haben. Hinzu kam auch bei mir fleissiges Lernen daheim zusätzlich zu den 40 Wochenstunden und all das, was eben sonst dazu gehört (Haushalt, Einkaufen ...).
Aber auch ein sehr zeitintensives Hobby fand immer noch seinen Platz bei mir, obwohl ich aus verschiedenen Gründen (u.a. weil ich ein Lehrstellenabbrecher war) unbedingt die Gesellenprüfung mit einer guten Note machen musste, und ich sicher mehr Zeit mit Lernen zubrachte, als manch anderer Azubi-Kollege (so las ich sogar im Sommerurlaub am Strand Fachbücher, während ringsherum Krimis, Romane oder sonstiges lagen).
Und das möchte ich Dir hier jetzt auch einfach mal ans Herz legen Nehme Dir auch mal ganz bewusst trotz oder gerade wegen des Stresses eine kleine Auszeit, in der Du etwas Schönes machst! Das braucht man. Und die Zeit, die man dabei "verliert", gewinnt man später wieder, weil das Gehirn sich sortieren kann, während man sich mit einer anderen Sache, mit etwas Schönem, Kreativen, Entspannenden oder was auch immer beschäftigt (ist meine Meinung).
donquichote
Hallo packesel,
Das Arbeitsklima/ Verhältnis zwischen den Kollegen bei uns im Geschäfts ist gut, schon fast freundschaftlich. Alle mögen ihren Beruf und das merkt man auch. Die Kunden werden freundlich, ausführlich und fachgerecht beraten. An sich bin ich deshalb sehr froh dort zu arbeiten.
Ich werde auf Weiterbildungsseminare geschickt und ich kann, wenn ich Fragen habe auch fragen und es wird sich auch bemüht, eine geeignete Antwort zu geben. Interesse, dass der Azubi vorankommt besteht also schon.Mein Chef bzw. Ausbilder ist ein ganz netter Mensch und wir verstehen uns auch sonst gut. Er hat einfach nur selbst viel zu viel zu tun, kommt auf der Arbeit selbst kaum dazu seine Sachen fertig zu machen und verbringt teilweise sogar seine Freizeit im Büro. Lob ausprechen, das hat er einfach nicht so drauf, aber damit kann ich umgehen und ich merke schon, wenn er zufrieden ist mit etwas...
So schlecht klingt das doch nicht, oder? Vermutlich ist Dein Chef bemüht und wird einfach immer wieder zum "Opfer" des harten Alltages in dem man sich, sein Geschäft und die Angestellten über Wasser halten muss!
Also Wie sieht es aus mit Deinen 40 Stunden, Deinem Berichtsheft und Deinem Können? Bist Du die/der erste Azubi?
Wie sähe es aus, wenn Du einfach den Werkstattmeister und die Gesellin öfters mal zu Rate ziehst, wenn Du etwas Fachliches wissen willst?
donquichote
Na, ist doch ein Fortschritt. Frage an die hiesigen Optiker, die auch ausbilden Sind 3-4 Std. Werkstattzeit pro Woche für einen Azubi real und auch normal? Mir kommt das wenig vor...aber ich war nie Azubi im Optikerhandwerk...
Nun, Packesel, dann musst du eben doch hin und wieder diesen Mittwochnachmittag "opfern", wenn Du wirklich das Gefühl hast, Deine Fertigkeiten hinken denen Deiner Mitazubis hinterher... ( hast Du mal in der Berufsschule bei Deinen Kameraden gefragt, wie viel Zeit sie pro Woche für die Werkstatt haben?
Viele Grüße
Kerstin
Hallo packesel,
packesel schriebGesellin und Meister frag ich ja schon immer. Nur das prüfungsrelevante Handwerkliche (Schleifen von Hand, Feilen, etc.) da kennen sie sich wie schon bereits geschrieben nicht so gut aus wie mein Ausbilder! Der hat da den Durchblick und beherrscht das alles!
Ob ich wirklich soweit hinten dran bin? Naja, ich sehe, was ich nicht kann Ich kann keine Formscheibe passgenau anfertigen, Gläser passen nicht in die Fassung, sind zu groß, zu klein oder haben Luftlöcher, wo man ein Buch durchschieben kann, die Achsen sind verdreht, ich brauche für vieles viel zu lange, ich kann keinen geraden Bügelanschlag feilen, beim Bröckeln gehen mir oft die Gläser kaputt oder ich habe Ausplatzer, Glasschneiden klappt überhaupt nicht. Im Schnitt komme ich 4 Std. die Woche wirklich zum Üben und das bei eine 40 Std- Woche. Also wo soll ich da leistungsmäßig schon liegen?
dann schnapp Dir Deinen Ausbilder mal für einen kurzen Moment, wenn Du mit so einer Übung anfängst. Oft machen Azubis einfache Fehler, da sie beim ersten Zeigen gar nicht alles wichtige gesehen haben.
Beispiele Bröckeln wierum hälst Du das Glas? Wie fasst Du an? Wie bröckelst Du? Das kann man beim ersten Erklären gar nicht alles mitkriegen und nachher sind die kleinen Fehler schuld, warum es nicht klappt. Da hilft es oft, wenn der Ausbilder mal während des Übens einen kurzen (!) Blick wirft, die Fehler ausmerzt und Du dann weiterübst.
Glasgröße (von Hand geschliffene Gläser sind noch zu groß) und Formverständnis kann man übrigens auch beim Schleifen von Kundenaufträgen per Automat verbessern. Machst Du das denn schon und wenn nein kannst Du die Werkstattkollegen nicht fragen, ob Du das in der ersten Zeit unter deren Aufsicht machen darfst? Das kostet zwar anfangs Zeit, aber später kannst Du Ihnen Arbeit abnehmen und nicht nur die Post eintüten...
Gruß Lucccy
Hallo packesel,
freut mich, dass Dein Chef die Sache gut aufgenommen hat. Eine solche Idee kann genauso gut schief gehen. Aber ich habe eh den Eindruck, dass Dein Chef bemüht ist, nur der Alltag etc ...
Ob 4 Stunden pro Woche genügen, das kann ich natürlich nicht beurteilen.
Aber das was Lucccy schreibt, wollte ich Dir auch schon mitteilen Manchmal sind es die kleinen Kniffe, mit denen eine Arbeit viel besser gelingt.
Wie sieht es eigentlich aus mit der Idee, in der Mittagspause zu üben? Vielleicht schaffst Du es damit, auf mehr als 4 Stunden zu kommen.
donquichote
Hallo packesel!
Sorry für die späte Antwort, bin erst jetzt wieder online....
Hört sich doch bisher gar nicht so schlecht an. Hast Du denn mal den Vorschlag gemacht, eher zu kommen und eher zu gehen? Dann hast Du morgens eine Stunde Vorlaufzeit zum üben.
Die Mittagszeit dient zur Erholung und sollte auch dafür genutzt werden.
Wie schon mal gesagt, Du hast ein Recht auf Ausbildung. Viele Chefs vergessen gerne, dass auch sie mal in der Ausbildung waren.
Wo machst Du denn die Prüfung? Ich meine von unseren Azubis gehört zu haben, dass es in Dortmund z.B. einen Vorbereitungskurs für die Prüfungen gibt. Ob das auch für Zwischenprüfungen gilt, weiß ich aber nicht. Der Kurs ist auch nicht sooo teuer und kann vom AG übernommen werden.
Ob 3-4Std.reichen ist sehr individuell. Mir hats gelangt. Ich hab natürlich noch zu einer Zeit, in der man sowieso mehr handwerklich erledigen musste gelernt.
Z.B. musste ich für jede Brille, die in der Werkstatt angefertigt wurde, eine Formscheibe von Hand fertigen. Das gibt natürlich ein gutes Form-und Größengefühl. Heutzutage braucht man nur noch einen gesunden Finger zum Tastendrücken.......
Tipp von Lucccy ist gut, mehr Kundenbrillen fertigen und auch die Gesellen immer fragen!
Übrigens, nach den Ergebnissen der Zwischenprüfung fragt später kein Mensch mehr. Ähnlich ist es auch mit der Gesellenprüfung. Als ich mich damals stolz wie Oskar mit meinen Ergebnissen der Gesellenprüfung beworben habe, hat sich niemand dafür begeistert, Hauptsache ich hatte den Brief dabei. Nur soviel dazu.....
LG,A.





